Fotoausstellung auf Sardinien im Agriturismo S’Ispiga

Mehr als 70 Gäste waren am 28.6.2026 unserer Einladung zur Vernissage einer Fotoausstellung auf Sardinien im Agriturismo S’Ispiga gefolgt. „Sa Messadura a S’Antiga“ ist der Titel der Ausstellung, die bis zum 15. September andauert. Die letzten Vorbereitungsarbeiten hatten wir am Vortag abgeschlossen.

Mit Rücksicht auf die hochsommerlichen Temperaturen waren für die Besucher an einem schattigen Platz im Freien Stühle aufgestellt. Direkt unter dem Murales, welches eine Szene des Ausstellungs-Themas abbildet.

Was bedeutet „Sa Messadura a S’Antiga“?

Einmal im Jahr hält S’Ispiga mit „Sa Messadura a S’Antiga“ die alte Tradition der Getreideernte von Hand mit der Sichel lebendig. Das ist, hob Lilli Inzis in ihrer Begrüßungsrede hervor, ein Ereignis, bei dem die Gemeinsamkeit ein ganz wichtiges Merkmal ist.

Danach erklärte Lilli: „S’Ispiga baut die traditionelle Getreidesorte Grano duro Capelli an. Daraus werden Hartweizengrieß und Nudeln hergestellt, die täglich in der Küche des Agriturismo verwendet werden. Gemeinsam wird bei „Sa Messadura a S’Antiga“ das Getreide geschnitten, gebündelt, heim gebracht; alle präsentieren sich stolz vor der Ernte, es wird gesungen und gegessen. Die Fotoausstellung entstand aus dem Wunsch heraus, die Aktivitäten des Hofes bekannt zu machen und Wissen über die Traditionen und Arbeitsprozesse der Vergangenheit zu vermitteln. „Sa Messadura a S’Antiga“ ist ein Einblick in die vielfältigen Arbeiten rund um den Weizenanbau, und wir feiern dieses Ereignis jedes Jahr mit Freude und Fröhlichkeit, wenn wir an diesem Tag zusammenkommen. Die Botschaft, die wir vermitteln möchten, ist, wie wichtig es ist, gesunde Produkte zu kennen und zu essen. Der Lehr-Bauernhof S’Ispiga hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Botschaft zum Beispiel auch den Kindern zu vermitteln, die uns jedes Jahr bei Schul-Exkursionen besuchen.“

Guido Cocco aus Tres Nuraghes, beschäftigt sich als passionierter Forscher schon lange mit den alten Traditionen. Er veranschaulichte auf eindrucksvolle Weise die Weizenernte von einst mit einem Bündel Ähren in den Armen. Er erklärte: „Das Wichtigste an diesem Projekt ist meiner Meinung nach, dass wir die Traditionen und praktischen Fähigkeiten am Leben erhalten, die wir von den vergangenen Generationen als ‚Su Connottu‘ kennengelernt haben. Noch kann unsere Generation damit die Bedeutung der Qualität des auf natürliche Weise angebauten Weizens für unsere Gesundheit weitergeben. Er untermauerte seine Worte mit den Werkzeugen von einst.“

Lichtverhältnisse, Kameraeinstellungen und Bildideen

In den zurückliegenden vier Jahren durfte ich bei Lilli und Antonangelo diese Form der Getreideernte fotografisch begleiten. Ich bedankte mich bei allen, die an diesen Ernte-Events beteiligt waren, für die hilfsbereite Unterstützung bei meinen Fotoideen. Die ersten Fotos sind kurz nach fünf Uhr morgens entstanden. Da war es fast noch dunkel, danach kam das weiche Licht der Dämmerung. Gefolgt von den leuchtenden Farben der Goldenen Stunde und zum Abschluss die schwierigen Kontraste des späten Vormittags. Die wechselnden Lichtverhältnisse erforderten kontinuierlich anzupassende Kameraeinstellungen und Bildkompositionen. Stille, ruhige Stimmungen, Aktion und Bewegung, Interaktion und Kommunikation, zum Abschluss die stolze Präsentation der Ernte.

Rundgang durch die Fotoausstellung

Ein wertvolles Dokument der historischen Kontinuität brachte Franco Spanedda mit: Eine Präsentation seiner Fotos der Getreideernte von vor 23 Jahren. Franco ist als Fotograf des Montiferru und Sinis seit vielen Jahrzehnten in Cuglieri bekannt und aktiv. Auf den beiden Bildern unter diesem Absatz sieht man auch einige Besucher der Ausstellung beim Blättern durch Francos Fotos.

Danach wurde es eng im Ausstellungsraum beim Rundgang entlang der präsentierten Fotos aus den zurückliegenden vier Jahren. Die freundliche, lebhafte Stimmung und die vielen Fragen und Kommentare zu den ausgestellten Fotos haben mich sehr beeindruckt und gefreut.

Überhaupt war der Abend bis spät in die Nacht hinein von lebhaften Gesprächen über die Getreideernte, die Fotos und die gemeinsamen Erlebnisse geprägt. Hier waren Menschen zusammengekommen, die die gemeinsamen Begeisterung für die alten Traditionen und die Wertschätzung des Getreides als elementares Lebensmittel verbindet.

Die Ausstellung ist bis zum 15. September 2026 jeweils von 19-21 Uhr oder nach Vereinbarung, geöffnet. Bei Vittoria Attene und Franco Spanedda bedanke ich mich für die schönen Fotos und für ihren Einsatz als Fotograf/Fotografin an diesem Abend.

Über deinen Kommentar sind wir schon sehr gespannt.

Hier zum Abschluss eine Galerie mit Eindrücken vom Vernissage-Abend. Klicke auf ein Vorschaubild zur Vollbildansicht

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Wandmalerei zum Thema
Wandmalerei zum Thema
(c) Michaela Kluever
Die Besucher
Die Besucher
(c) Franco Spanedda
Die Ähren
Die Ähren
(c) Vittoria Attene
Lilli Inzis
Lilli Inzis
(c) Vittoria Attene
Lilli und Michaela
Lilli und Michaela
(c) Franco Spanedda
Guido Cocco
Guido Cocco
(c) Franco Spanedda
Werkzeuge
Werkzeuge
(c) Vittoria Attene
Guido mit Sichel
Guido mit Sichel
(c) Vittoria Attene
Guido erklärt
Guido erklärt
(c) Vittoria Attene
Michaela
Michaela
(c) Vittoria Attene
Michaela, Lilli und Guido
Michaela, Lilli und Guido
(c) Vittoria Attene
Besucher
Besucher
(c) Franco Spanedda
Die Besucher
Die Besucher
(c) S'Ispiga
Rundgang
Rundgang
(c) Franco Spanedda
Rundgang
Rundgang
(c) Franco Spanedda
Rundgang
Rundgang
(c) S'Ispiga
Rundgang
Rundgang
(c) S'Ispiga
Rundgang
Rundgang
(c) S'Ispiga
Gästeinformationen
Gästeinformationen
(c) Franco Spanedda
Rundgang
Rundgang
(c) Vittoria Attene
Gästeinformationen
Gästeinformationen
(c) Vittoria Attene
Rundgang
Rundgang
(c) Franco Spanedda

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